06.05.2012

22. Internationales Läufermeeting: Warmlaufen für Olympia

Hergeschaut: Wieder einmal ein großes Spektakel im Schönbuchstadion.

(KÖN) Beim 22. Internationalen Läufermeeting haben viele der besten nationalen Leichtathleten und internationale Gäste wieder einmal zahlreiche Top-6 Ergebnisse erzielt. Im Schönbuchstadion erfüllte vor allem auch Lokalmatador Arne Gabius vom LAV Stadtwerke Tübingen sein Versprechen: 7:52,48 Minuten und Rang zwei über 3000 Meter. Damit war er im Vergleich zu den Vorjahren um "sechs bis sieben Sekunden schneller". Und daher ist er auch sehr optimistisch. Denn: "Die Saison ist darauf ausgerichtet, eine lange zu werden", sagt er. Soll heißen: Neben dem EM-Start soll Olympia den Abschluss und zugleich Höhepunkt der Saison bilden.

 

Ein Auftakt nach Maß: Bereits im dritten Lauf des Tages kam die erste Athletin einem Meetingrekord ganz nah. Maryanne Wangari aus Kenia siegte im B-Lauf über 3000 Meter in sehr guten 9:09,57 Minuten. Damit blieb die 25-Jährige nur wenige Sekunden hinter der Bestmarke der Äthiopierin Tsigereda Girma zurück und platzierte sich auf Rang vier der Meeting Top-6.

 

Ebenfalls Rang vier der Meeting Top-6 bedeuteten Silvio Schirrmeisters 35,4 Sekunden über 300 Meter Hürden. Damit verbesserte sich der Athlet des LAC Erdgas Chemnitz im Vergleich zum Vorjahr um zwei Zehntelsekunden. Beste Vorzeichen auf dem Weg nach Olympia.  Im zweiten Zeitlauf derselben Disziplin erzielte David Gollnow (LG Stadtwerke München) ebenfalls eine gute Zeit: 35,8 Sekunden. Da fehlte nur eine Zehntelsekunde für ein weiteres Top-6-Ergebnis. Damit: Rang zwei für Gollnow hinter Schirrmeister.

 

Packendes Duell auf der Zielgeraden über 1000 Meter: Anett Horna (links) gegen Diana Sujew.
Knapp geschlagen: Martin Bischoff läuft hinter dem Kenianer Benson Seurei auf Rang zwei über 1000 Meter.

Packender Dreikampf über 1000 Meter bei den Frauen

 

Bei den Frauen siegte Christiane Klopsch von der LG Friedberg-Fauerbach in 40,5 Sekunden vor den beiden Läuferinnen aus der Region Anja Bork (TSV Gomaringen, 42,2 Sekunden) und Jackie Baumann (LAV Stadtwerke Tübingen, 43,1 Sekunden).

 

Packender Dreikampf auf der letzten Runde über 1000 Meter zwischen Anett Horna, Diana Sujew und der Äthiopierin Sifan Hassan: Auf der Zielgeraden hatte Anett Horna (TSV Bayer Leverkusen) die meiste Kraft und siegt in ausgezeichneten 2:39,80 Minuten vor Diana Sujew (SC Potsdam, 2:40,09 Minuten). Rang drei in der ewigen Meeting-Bestenliste. Dabei fehlten nicht einmal zwei Sekunden zum Meetingrekord der Tschechin Lenka Masna. 2009 lief diese 2:38,01 Minuten. Auf den dritten Platz lief Sifan Hassan in 2:44,44 Minuten.

 

Sanaa Koubaa von der LG Stadtwerke Hilden lief auf den zweiten Platz der Meeting Top-6 über die Hindernisse...
...bei den Männern siegte Michael Wilms (Startnummer 199). (Fotos (3): wdr)

In der Männerkonkurrenz war es genauso spannend: Vorjahressieger Benson Seurei aus Kenia setzte sich erst auf der Zielgeraden knapp gegen Martin Bischoff (TV Wattenscheid 01) durch und siegte in 2:20,05 Minuten. Der Deutsche folgte im Fotofinish nach 17 Hundertstelsekunden (2:20,22 Minuten). Auf Rang drei kam Timo Benitz von der TG Stockach nach 2:22,77 Minuten ins Ziel.

 

Caroline Walter (TSV Bayer 04 Leverkusen) heißt die Siegerin über 600 Meter. In 1:27,60 Minuten lief sie direkt in die Meeting Top-6: Rang vier dort. Dabei setzte sich die 24-Jährige amtierende Deutsche Hallenmeisterin gegen ihre nationale Konkurrentin Jana Hartmann (LG Olympia Dortmund) durch. Die Zeit der vielfachen Deutschen Meisterin: 1:28,51 Minuten. Auf Rang drei platzierte sich die Schweizerin Pamela Märzendorfer (1:29,67 Minuten).

 

13 Hundertstelsekunden hinter dem Meetingrekord

 

Der berühmte Hauch einer Sekunde fehlte, dann wäre Marcin Lewandowskis Meetingrekord Geschichte gewesen: In hervorragenden 1:15,90 Minuten lief der holländische Olympiateilnehmer Robert Lathouwers zum Sieg über 600 Meter. Darüber zeigte er sich nach der Siegerehrung sehr erfreut: "Das war heute ein 100 Prozent erfolgreiches Rennen". Hinter Lathouwers folgten der Pole Patryk Dobek (1:16,14 Minuten) und Sören Ludolph (LG Braunschweig, 1:16,61 Minuten) auf den Plätzen.

 

Begleitet vom rhythmischen An-die-Bande-Schlagen der zahlreichen Zuschauer drehten die 3000 Meter-Läufer Runde um Runde im Schönbuchstadion. Bereits die Durchgangszeiten versprachen eine gute Zeit. Lange Zeit lief Arne Gabius auf Rang drei, umrahmt von zwei Kenianern. Packender Zielsprint mit altbekanntem Duell: Kenia gegen Deutschland. Oder: Elkana Kibet Yego gegen Arne Gabius. Mit dem äußerst knappen, besseren Ende für Kibet Yego: 7:51,90 Minuten die Siegerzeit. Gleichbedeutend mit der drittbesten Zeit über diese Distanz beim Läufermeeting. Rang zwei für den Tübinger in 7:52,48 Minuten und dem Baden-Württembergischen Hallenmeister Richard Ringer (VfB LC Friedrichshafen) in 7:56,82 Minuten, der nur knapp hinter seiner Bestzeit zurück blieb. Zeitgleich auf Rang vier: 1000 Meter-Sieger Benson Seurei (Kenia).

 

Über die Hindernisse auf Rang zwei in die Meeting Top-6: Sanaa Koubaa von der LG Stadtwerke Hilden lief in einer ausgezeichneten Zeit über die Hindernisse. Nach 2000 Metern blieb die Uhr bei 6:20,80 Minuten stehen. Hinter ihr platzierten sich die Schweizerin Fabienne Schlumpf (6:30,96 Minuten) und Verena Dreier von der SG Wenden (6:31,73 Minuten).

 

Bei den Männern siegte in einem spannenden Lauf Michael Wilms (LG Stadtwerke München) in guten 5:37,38 Minuten äußerst knapp vor Benedikt Karus (LG Badenova Nordschwarzwald, 5:37,39 Minuten) und dem Weißrussen Siarhei Litoushyk (5:41,14 Minuten).


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