Stimmen zum Meeting

Timo Benitz (LG farbtex Nordschwarzwald, Sieger 1000 Meter, 2:16,90 Minuten)

"Kurz nach dem Zieldurchlauf habe ich nur die Freude gespürt, jetzt bin ich schon auch erschöpft. Es ist auch für mich eine riesen Überraschung und eine super Zeit. Aber ich wusste, dass ich es kann. Vor einer Woche bin ich 800 Meter im Alleingang gelaufen. Und die gute Zielgerade heute war meiner Motivation geschuldet, gegen einen solchen Topläufer wie Tesfaye zu bestehen. Die 800 Meter sind meine Zubringerstrecke, ich will es über 1500 Meter zur EM schaffen."

Andreas Vojta (Österreich, Sieger 3000 Meter, 7:53,81 Minuten)

"Einerseits war es schwer, andererseits schön. Ich bin sehr zufrieden. Das Feld hat perfekt gepasst. Besonders Simon Stützel ist ein sehr vertrauenswürdiger Tempomacher, der uns optimal angeführt hat. Die Stimmung - gerade auf den letzten 300 Metern - war sensationell, wie wir da angefeuert wurden, das war einfach nur genial. Ich habe lange Führungsarbeit gemacht. Und auf der Zielgeraden befand ich mich auf einmal zwischen zwei starken Deutschen und wollt nicht gegen sie verlieren. Der Sieg war zwar nicht mit ganz soviel Vorsprung wie beim ESC, aber ich freue mich sehr darüber. Es war ein super Test, ein super Rennen. Es ist für jeden Läufer ein Genuss, hier herzukommen. Man braucht nicht nach Shanghai (dort fand zeitgleich ein IAAF Meeting statt, Anm. d. Red.) zu fahren, um super Zeiten laufen zu können. Den Österreichischen Rekord zu unterbieten, das ist mein Ziel dieses Jahr, die EM Quali allein reicht mir nicht."

Arne Gabius (LAV Stadtwerke Tübingen, Zweiter 3000 Meter, 7:54,25 Minuten)

"Von 21 auf 10 auf 3 Kilometer - da war klar, dass ich noch nicht die nötige Tempohärte habe. Aber: Vor zwei Jahren habe ich auch hier knapp gegen Andreas verloren, wir waren fünf Sekunden langsamer, und ein paar Wochen später bin ich Vize-Europameister geworden. Nach den 10000 Metern in Stanford vor zwei Wochen bin ich den Lauf voll aus dem Training heraus gelaufen und den Jetlag noch gespürt. Für die EM kann ich noch keine Prognosen abgeben, die Karten werden neu gemischt. Ob ich 5000 oder 10000 Meter laufe, steht auch noch nicht fest. Der Verband hat mich jedenfalls über 10000 nominiert. Über 5000 Meter will ich dieses Jahr auf jeden Fall Bestzeit laufen. Das heute war ein Aufbaurennen, ich habe mich verausgabt und den Reiz genutzt. Man kann soviel trainieren, wie man will. Aber es geht nichts über einen Wettkampf."

Kamghe Gaba (LG Stadtwerke München, Dritter 300 Meter, 32,12 Sekunden)

"Ich habe meinen Lauf gewonnen, darüber bin ich froh. Aber ich wollte gerne unter 33 Sekunden laufen. Aber mit dem 150er davor und viel Training diese Woche, da ist der Körper dann doch nicht so frisch. Insgesamt bin ich zufrieden. Auch bei den 150 Metern, da hatte ich es im Gefühl, dass ich unter 16 Sekunden gelaufen bin. Da geht auf jeden Fall noch einiges. Mein Saisonziel ist natürlich die EM und dort zwei Starts, in der Staffel und im Einzel. Ich bin optimistisch, dass meine Ziele realistisch sind. Ich bin zum ersten Mal in Pliezhausen gestartet und mir gefällt vor allem, dass das Stadion klein und im Grünen ist. Das Publikum ist sehr sympathisch, stets mit einem Lachen im Gesicht. Und auch alle Athleten hier sind sehr optimistisch und verbreiten gute Stimmung. Das macht ebenfalls ein gutes Meeting aus."

Diana Sujew (LT Haspa Marathon Hamburg, Siegerin 1000 Meter, 2:40,07 Minuten)

"Das Ziel habe ich nicht ganz erreicht, aber primär war mir heute der Rennverlauf wichtig. Und ich habe hintenraus ziemlich gut durchgezogen. Der Tempomacher war leider etwas zu schnell, sodass Anett (Horna) alles alleine machen musste. Es wäre besser gewesen, wenn wir die erste Runde ein bis zwei Sekunden langsamer gelaufen wären. An Pliezhausen gefällt mir auf jeden Fall die Stimmung, wie die Zuschauer an die Bande klopfen und auch die Bahn ist sehr gut."

Kerstin Marxen (TSV Gomaringen, Zweite 1000 Meter, 2:40,88 Minuten)

"Ich wäre auch mit Rang fünf zufrieden gewesen - vor allem bei so einem Heimspiel. Ich finde, wenn das Wetter passt, ist auch das Publikum klasse da. Dieses Jahr war es wieder so wie immer. Mittlerweile habe ich das Schwabenländle lieben gelernt. Ich liebe vor allem diese kleinen Stadien, wo einen eigentlich eine Familie in Empfang nimmt."

Homiyu Tesfaye (LG Eintracht Frankfurt, Zweiter 1000 Meter, 2:17,56 Minuten)

"Ich bin fürs Training hergekommen und war noch etwas müde. Man muss eben auch auf sein Gefühl vertrauen. Daher bin ich nicht ganz so schnell gelaufen. Aber es war insgesamt gut. Ein sehr gutes Training. Es war aber nur ein Trainingslauf, daher ist es egal, ob ich gewinne oder nicht. Meine Form ist richtig gut. Bei der EM geht es um Taktik, aber ich habe die Chance, ins Finale zu laufen. Ich werde auf jeden Fall mein Bestes geben. Alle reden von einer Medaille, aber man weiß nicht, was passiert. Die Stimmung hier ist richtig gut, ich hätte nicht so viel erwartet von Pliezhausen. Anfangs war ich deshalb auch nicht so motiviert, vor allem weil ich von Doha noch müde war, aber danm habe ich die Leute gesehen und gehört. Das hat mich dann sehr motiviert. Wenn man verliert, muss man lachen und besser trainieren."

Fabienne Kohlmann (LG Karlstadt-Gambach-Lohr, Siegerin 600 Meter, Meetingrekord 1:26,10 Minuten)

"Ich bin sehr zufrieden. Nach den 300 Meter Hürden war ich es nicht, aber die 600 Meter sind eben etwas ganz anderes. Ich habe mich an den Tempomacher gehängt und das hat gut geklappt. Ich bin mir sicher, dass ich über 800 Meter dieses Jahr wieder an die zwei Minuten laufen kann, und das ist das Ziel. Wenn alles klappt, dürfte die Norm für Zürich fallen. Und dort will ich dann mindestens das Halbfinale sehen. Das Meeting hier ist einfach klasse. Es gibt viele große Meetings, die einfach so steril und krass durchstrukturiert sind. Hier geht es familiär zu und alles ist schön. Es ist einfach ein schöner Wettkampf zum Einstieg."

Patryk Dobek. (Foto: kön)

Patryk Dobek (Polen, Sieger 600 Meter, 1:15,78 Minuten)

"Ich bin glücklich. Der Lauf hier in Pliezhausen ist sehr gut. Ich freue mich natürlich über den Sieg und mag es, hier zu starten. Bisher bin ich mit meiner Leistung zufrieden, mein Saisonziel ist Zürich. Ich muss mich aber noch entscheiden ob ich 400 Meter flach oder über die Hürden laufen werde."

Maria Seifert. (Foto: kön)

Maria Seifert (Team Deutschland)

"Es ist immer wieder schön, hier herzukommen. Die Atmosphäre ist toll und dieses Jahr war dazu noch super Wetter. Ich bin zufrieden und habe die Norm für die EM über 100 Meter nochmals bestätigt. Und über 200 Meter bin ich mit dem Sieg natürlich auch sehr zufrieden."

Silvio Schirrmeister. (Foto: kön)

Silvio Schirrmeister (LAC Erdgas Chemnitz, Sieger 300 Meter Hürden, 35,4 Sekunden)

"Dadurch, dass ich erst seit zwei Wochen wieder in Deutschland bin nach dem Trainingslager, bin ich damit sehr zufrieden. Nun gilt es, die 50,00 Sekunden zu unterbieten und damit die Quali für Zürich zu schaffen. Und langfristig will ich natürlich für 2016 (Olympia in Rio de Janeiro) finalfähig werden; das ist das große Ziel. Pliezhausen ist einfach ein schöner Ort und eine gute Veranstaltung, um Wettkampfluft zu schnuppern. Man steht noch nicht so unter einem riesen Druck und es geht einfach ein ganzes Stück persönlicher zu als auf den ganz großen internationalen Meetings. Ich komme jetzt seit fünf Jahren und es macht einfach immer Spaß."

Die DLV-Juniorinnenstaffel nach ihrem Fabellauf zum Stadionrekord (von links): Nina Braun, Gina Lückenkemper, Jessie Maduka und Lisa-Marie Kwayie. (Foto: David Köndgen)

4x100 Meter-Staffel DLV (Nina Braun, Lisa-Marie Kwayie, Gina Lückenkemper und Jessie Maduka, 44,72 Sekunden - Stadionrekord)

Gina Lückenkemper: "Das war mega-hammer-obergenial! Unser Wechsel war der Hammer. Zweimal innerhalb so kurzer Zeit die Staffel laufen zu können ist top. Ein super Sportfest mit toller Organisation."

Lisa-Marie Kwayie: "Ich bin überglücklich, weil wir gar nicht damit gerechnet haben. Dass es Stadionrekord und Quali ist, das ist einfach so obergenial!"

Jessie Maduka: "Ich finde es vor allem vorbildlich, dass hier Sportler mit und ohne Behinderung gemeinsam in einem Wettkampf laufen dürfen. Es war eine gute Idee, dass das auch in der Staffel so war. Mit denen gemeinsam zu laufen war ein tolles Erlebnis."

Christiane Klopsch (Foto: David Köndgen)

Christiane Klopsch (LG Friedberg-Fauerbach, Siegerin 300 Meter Hürden, 39,3 Sekunden)

"Ich bin sehr zufrieden und es hat sich sehr stabil angefühlt. Ich könnte ohne Probleme noch 100 Meter weiterlaufen. Ich war hier noch nie so schnell. Mein Ziel war, unter 40 Sekunden zu bleiben. Seit ich 400 Meter Hürden laufe, bestreite ich meinen ersten Wettkampf immer hier. Ich liebe es, in Pliezhausen in die Saison einzusteigen. Da ist alles immer etwas lockerer, aber dennoch bereits eine gute Anzeige, ob die Form stimmt. Und die passt. Das einzig Ärgerliche war, dass ich in die letzte Hürde getreten bin."

Gregor Traber. (Foto: David Köndgen)

Gregor Traber (Sieger 80 Meter (8,86 Sekunden), LAV Stadtwerke Tübingen)

"Die Zeit sagt mir wenig, weil ich zum ersten Mal über 80 Meter am Start war. Ein Sieg fühlt sich aber immer gut an. Am Start lief es zwar noch etwas holprig, aber danach bin ich gut reingekommen. Das große Ziel diese Saison ist natürlich Zürich. Davor will ich bei der DM gewinnen und mich qualifizieren. Mein erstes Hürdenrennen werde ich am 31. Mai in Weinheim laufen. Für Zürich gilt: Ich will am Saisonhöhepunkt teilnehmen und meine beste Leistung abrufen. Dann habe ich auch erweiterte Finalchancen. Ich will Bestzeit laufen und die Zeit Stück für Stück drücken.

Das Meeting in Pliezhausen ist ein Wettkampf und doch wieder nicht. Um in die Saison zu starten kann man hier wettkampfnahes Training machen. Außerdem ist es hier in der Region, das ist ein riesen Vorteil, weil ich nicht so weit anreisen muss. Als Hürdenläufer kann ich hier unter Wettkampfbedingungen ein Tempolauftraining machen. Außerdem herrscht immer tolle Stimmung bei allen Läufen."

 

Volker Beck (Hürden-Bundestrainer):

"Ich komme nun schon seit vielen, vielen Jahren nach Pliezhausen. Denn es ist ein richtig schönes Meeting für Athleten. Es hat Testcharakter unter Wettkampfbedingungen. Auch der Termin - immer 14 Tage vor dem offiziellen Saisonauftakt - liegt einfach passend. Außerdem geht der Veranstalter auf die Wünsche der Trainer ein. Dazu kommen eine perfekte Organisation und tolle Stimmung. Zum Auftakt ist das ein toller Einstieg für die Athleten."

Alexander Seeger (Sprint-Bundestrainer, Gomaringen):

"Das Läufermeeting ist ein Heimspiel mit tollen Rahmenbedingungen. Dass wir zwei Staffeln innerhalb einer Stunde laufen können ist eine klasse Sache. So können wir Training und Wettkampf optimal verbinden. Die Stimmung ist immer sehr gut und es herrscht Begeisterung. Ein wunderbares Publikum. Außerdem bin ich stolz, dass meine Athletinnen die einzige 'richtige' Strecke laufen dürfen: 4x100 Meter. Aber vielleicht gibt es nächstes Jahr sogar mal 4x80 Meter..."


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