Stimmen zum Meeting

Maryam Yusuf Jamal und ihr Verlobter Homiyu Tesfaye. Foto: her

Maryam Yusuf Jamal (Bahrain, Siegerin 3000 Meter, 9:11,07 Minuten)

"Es war nicht so schlecht heute. Wenn man bedenkt, dass es mein erstes Rennen seit September 2014 war. Den Lauf habe ich nur als Training gedacht. Dafür, dass ich komplett alleine gelaufen bin, war die Zeit gar nicht so schlecht. Homiyu (Tesfaye, ihr Verlobter, Anm. der Red.) hat mir erzählt, dass es hier eine sehr schnelle Bahn gibt. Deshalb bin ich gekommen. Und mein Fazit fällt positiv aus. Seit diesem Jahr trainiere ich in Frankfurt unter anderem mit Gesa (Felicitas Krause). Für mich als Weltmeisterin ist es leicht, eine 4:02 oder 4:00 in einem Meisterschaftsrennen (über 1500 Meter, Anm. d. Red.) zu laufen, da muss man keine 3:55 anbieten - denn es wird immer taktisch gelaufen."

Maskottchen Bärty. Foto: herr

Bärty (LV Pliezhausen 2012, Sieger in der Kategorie Unterhaltung)

"Letztes Jahr war die Stimmung schon super, als ich als "Cooly" hier war. Man merkt, dass die Menschen ganz anders reagieren, wenn man ein Kostüm trägt. Da kommen erstmal die Kinder angelaufen und du kommst dir geliebt vor. Kommunikation läuft als Bärty nur durch Körperkontakt ab. Sonst ist es heute oft tabu, Fremde zu berühren - aber mit einem solchen Kostüm ist möglich. Die Leute waren hier glücklich. Und auch die Athleten sind locker drauf, weil hier noch nicht so der ganz große Leistungsdruck herrscht. Spannend ist auch, dass viele Athleten Fotos mit mir machen wollten."

Christiane Klopsch und Felix Franz. Foto: her

Christiane Klopsch (LG ovag Friedberg-Fauerbach, Siegerin 300 Meter Hürden, 39,8 Sekunden)

"Ich bin sehr zufrieden. Dass die 39 vor dem Komma steht, macht mich sehr glücklich. Hinten raus war es nicht mehr ganz so locker. Aber insgesamt war es ein guter Lauf. Ich habe Joanna Linkiewicz eine kleine Schnippe schlagen können, weil sie mich bei der EM ums Finale gebracht hatte. Ich habe nun mit dem Arbeiten als Volontärin beim Hessischen Rundfunk begonnen und mein Alltag hat sich stark verändert: Der Sport steht nun nicht mehr ganz so sehr im Mittelpunkt. Das Training läuft nebenher. Meine Ziele sind dennoch die Team-EM, die Universiade. Für die WM muss man mal schauen, denn dafür müsste ich erstmal eine neue Bestzeit anbieten. Der Wettkampf in Pliezhausen ist stets unter Trainingsatmosphäre, aber dennoch hat man die Anspannung und eine gute Konkurrenz. Deshalb laufe ich immer sehr gerne hier. Es ist auch echt immer ordentlich was los, was man ja längst nicht von allen Leichtathletikveranstaltungen behaupten kann."

 

Felix Franz (LG Neckar-Enz, Zweiter 300 Meter Hürden, 36,40 Sekunden)

"Der zweite Lauf war etwas schwieriger vom Gefühl her. Rafal Omelko (Sieger des zweiten Laufs, Anm. der Red.) ist aber ja im ersten Lauf nicht gelaufen, daher bin ich zufrieden mit dem Ergebnis. Es passt eigentlich ganz gut, wo ich trainingstechnisch stehe. Im vergangenen Jahr bin ich ganz ähnlich in die Saison gestartet und es war eine tolle Saison. Ich freue mich, immer wieder hier laufen zu können. Es sind zwei Trainingsläufe auf Wettkampfniveau, in denen ich das richtige 'Feeling" für die 400 Meter Hürden bekomme."

Rafal Omelko. Foto:herr

Rafal Omelko (Sieger 300 Meter Hürden, 35,8 Sekunden)

"Ich denke es war gut. Für mich war es hart, weil ich normalerweise 400 Meter laufe. Ich habe diese Saison erst mit den Hürden begonnen und es war mein erster Lauf dieses Jahr. Die Atmosphäre dieses Wettbewerbs gefällt mir. Alles ist perfekt, ich werde nächstes Jahr wieder kommen."

Gesa Felicitas Krause lief über 2000 Meter Hindernis Deutsche Bestleistung. Foto: wdr

Gesa Felicitas Krause (LG Eintracht Frankfurt, Siegerin 2000 Meter Hindernis, Meetingrekord: 6:15,52 Minuten)

"Es ist einfach ein super Gefühl. Auch wenn ich im Vorfeld schon damit geliebäugelt hatte. Antje (Möldner-Schmidt) ist eine sehr gute, erfahrene Athletin, der ich jahrelang "hinterher gerannt" bin. Nun habe ich es endlich geschafft, ihr den Rekord abzujagen. Es freut mich auch sehr, so gut in die Saison eingestiegen zu sein. Und das, obwohl ich erst vor drei Tagen aus der Höhe (Trainingslager in Flagstaff (USA)) zurück gekommen bin. Der Deutsche Rekord war in der Tat eine Punktlandung. Nun können Team-EM und Deutsche Meisterschaften kommen. Den Höhepunkt soll die WM in Peking bilden. Mein Ziel ist es, mich an die Weltspitze hinzuarbeiten. Also 9:10 Minuten über die 3000 Meter Hindernis. An Pliezhausen gefällt mir vor allem die schöne Atmosphäre und dass ich hier ohne großen Druck testen kann. Es sind zwar kleine Teilnehmerfelder, aber immer super Rennen. Die Topathleten Europas treffen sich eben Jahr für Jahr hier in Pliezhausen."

Timo Benitz. Foto: wdr

Timo Benitz (LG farbtex Nordschwarzwald, Dritter 1000 Meter, 2:21,87 Minuten)

"Lange Zeit lag ich sehr weit hinten und musste enorm viel Kraft aufwenden. Wenn man läuft will man natürlich auch gewinnen. Aber der dritte Platz ist gut. Gegen Sebastian Keiner kann man mal verlieren. Es war für mich ein wichtiger Formtest. Weil es noch nicht die volle 1500 Meterdistanz ist, kann ich auch noch etwas mehr den Kopf abschalten und das Rennen genießen. Mit einer Zeit unter 2:22 Minuten bin ich aber auf einem guten Weg für die Saison."

Schweizer Doppelsieg über 600 Meter: Selina Büchel und Hugo Santacruz. Foto: wer

Selina Büchel (Schweiz, Siegerin 600 Meter, Meetingrekord: 1:25,45 Minuten)

"Es war ein sehr gutes Rennen für mich. Ich hatte keine großen Erwartungen, aber es lief super. Es ist ein cooles Meeting. Hier steht wirklich die Leichtathletik im Mittelpunkt. Alle Athleten kommen hier her, um schnelle Zeiten zu laufen und die tolle Stimmung kommt dann noch dazu."

Hugo Santacruz. Foto: kön

Hugo Santacruz (Schweiz, Sieger 600 Meter, 1:16,84 Minuten)

"Mit der Zeit bin ich sehr zufrieden. Denn ich hatte gehofft, dieses Jahr 2:17 Minuten zu unterbieten, nun ist es mir gleich im ersten Rennen geglückt. Der Druck war vor dem Lauf da, weil ich gut trainiert hatte, das galt es nun heute abzurufen. Mein Ziel ist es, zur WM nach Peking zu fahren. Aber dafür brauche ich eine 1:46 über 800 Meter - ich muss also noch eine Sekunde schneller laufen. Aber ich denke, das ist machbar. Das Publikum hier schätze ich sehr. Es sind eben nicht immer die großen Meetings, die auch die großen Emotionen bringen. In Pliezhausen zu starten, ist eine tolle Sache."

Abdi Uya Hundesa (LG Lahn-Aar-Esterau, Sieger 1000 Meter, 2:20,84 Minuten)

"Den Sieg hatte ich nicht geplant, aber ich wollte eine gute Zeit laufen. Die Top Drei waren mein Ziel. Meine Strategie ist also sehr gut aufgegangen. Bis 600 Meter lief es total locker bei mir, die letzten 200 Meter habe ich dann Gas gegeben. Die WM-Quali ist mein größtes Ziel für dieses Jahr. Im Sommer will ich unbedingt bei den Deutschen Meisterschaften eine Medaille holen. Und dann kann auch Rio 2016 kommen. Schon im vergangenen Jahr habe ich die gute Stimmung hier schon sehr genossen. Aber dieses Jahr war es noch besser. Denn ihr habt tolles Wetter bestellt!"

Claudia Nicoleitzik. Foto: herr

Claudia Nikoleitzik (TV Püttlingen, Siegerin 200 Meter T35-38, 31,09 Sekunden)

"Ich bin gestern bereits bei den Süddeutschen gelaufen und habe sehr gut abgeschnitten - und die Norm für die WM erbracht. Die 200 Meter heute waren deshalb etwas anstrengend. Und sie haben sich langsamer angefühlt als die Zeit war. Es ist immer eine gute Atmosphäre hier. Baden-Württemberg ist einfach ein schönes Bundesland. Alles ist sehr grün hier. Das mag ich sehr."

Lisa-Marie Kwayie. Foto: herr

Lisa-Marie Kwayie (4x100 Meter-Staffel DLV - mit Lisa Mayer, Gina Lückenkemper und Chantal Butzek - Stadionrekord 43,82 Sekunden)

"Der Lauf war ganz gut. Wir wollten im ersten Lauf sicher die Quali laufen. Das hat geklappt. Nun werden wir nochmals unser Bestes geben. Das Läufermeeting ist super, wir fühlen uns hier sehr wohl. Nach Pliezhausen kommt man einfach gerne, auch aus Berlin."


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