17.04.2017

Längst ein Klassiker: Pliezhausen als Auftakt in die Leichtathletik-WM-Saison

Einer der Höhepunkte 2016: Der Bosnier Amel Tuka (Nr.1) lief über 600 Meter Meetingrekord...
...bereits ein Jahr zuvor tat es ihm über 2000 Meter Hindernis Gesa Felicita Krause gleich. (Fotos: wdr)

PLIEZHAUSEN (kön) Die Nach-Olympia-Saison ist wieder einmal eine WM-Saison. Dieses Mal mit olympisch-königlichem Flair. Denn die neuen Weltmeister werden Anfang August im Queen Elizabeth Olympic Park von London gesucht; vor fünf Jahren noch Austragungsort der Olympischen Spiele. Nun angepasst an die neue Aufgabe. Ergebnis: Die Zuschauer sind noch dichter dran am Spitzensport. Apropos: Hautnah erleben Leichtathletikfans seit vielen Jahren im Schönbuchstadion internationalen Spitzensport. Knapp drei Monate vor dem Saisonhöhepunkt testen Top-Athleten am Fuße der Schwäbischen Alb auf den Unter- und Zwischendistanzen ihre Frühform: am 14. Mai 2017.

 

Regionale, nationale und internationale Sportler gemeinsam

Doch die "krummen Strecken" sind seit ihrer Gründung weit mehr als nur irgendein Meeting. Ganz nach dem Motto – die Mischung macht's – gilt hier schon immer: regionale Sportler treffen auf nationale und internationale Topstars der Szene. Ein Gewinn für beide Seiten. Immer wieder geschätzt, gelobt und geliebt. "An Pliezhausen gefällt mir vor allem die schöne Atmosphäre. Die Top-Athleten Europas treffen sich eben Jahr für Jahr hier in Pliezhausen", sagt etwa Gesa Felicitas Krause (Silvesterlauf Trier e.V.). Eine Top-Athletin ist die 24-Jährige definitiv. Olympia-Sechste von Rio und Leichtathletin des vergangenen Jahres, Deutsche Rekordhalterin über 3000 Meter Hindernis und Meeting-Rekordhalterin über 2000 Meter Hindernis.

 

Vorbild der Integration paralympischer Athletinnen

Kein Hindernis ist hingegen seit einigen Jahren die Integration von Sportlern mit Handicap. Was international noch nicht klappen will, dem dient das Schönbuchstadion als Vorbild: Sportler mit und ohne Einschränkungen treten beim Meeting am selben Tag auf der selben Bahn an, als Teil eines gemeinsamen Zeitplans. "Mittlerweile ist das Läufermeeting auch fester Bestandteil des paralympischen Wettkampfkalenders für nationale und internationale Spitzenathletinnen", sagt Meeting-Chef Thomas Jeggle.

 

Und weiter: "Die bewährte Zusammenarbeit mit mehreren Bundeskadern und die hohe Dichte nationaler und internationaler Spitzenathleten sind Garanten für hochklassig besetzte und schnelle Läufe". Wie 2016 so auch 2017. In 27 Tagen ist es soweit. Das Läufermeeting der krummen Strecken ist in 27. Auflage international. Vielleicht werden am Ende genauso viele Nationen auf der Meldeliste stehen. Das Ziel lautet für alle wieder einmal: In Pliezhausen den Grundstein für eine erfolgreiche Saison legen.

 


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