08.05.2017

Heiße Duelle über die Hürden als Formtest für die WM-Qualifikation

Packende Duelle über die Hürden sind auch dieses Jahr wieder zu erwarten. (Foto: wdr)
Auch Felix Franz (hier beim Meeting 2015 mit Christiane Klopsch, die mittlerweile beim Hessischen Rundfunk arbeitet) wird sich erneut den "Tempoläufen unter Wettkampfbedingungen" stellen. (Foto: kön)

PLIEZHAUSEN (frka) Der Weg nach London führt über 10 Hürden und eine Stadionrunde. Nur wer im DLV bei den Männern 49,35 Sekunden und bei den Frauen 56,00 Sekunden über 400 Meter Hürden vorweisen kann, löst die „Fahrkarte“ zu den Weltmeisterschaften im August in London.

 

Bevor nach den Trainingslagern im Frühjahr die entscheidenden Qualifikationsrennen stattfinden, bietet das Pliezhäuser „Meeting der krummen Strecken“ nochmal Gelegenheit zu einem aussagekräftigen Formtest.

 

"Tempolauf unter Wettkampfbedingungen"

Da sich die Veranstalter hier stets auch an den Wünschen der Bundestrainer und Topathleten orientieren, können hier gleich zwei Mal innerhalb von 60 Minuten die 300 Meter Hürden gelaufen werden. Ein maximaler „Tempolauf unter Wettkampfbedingungen“ mit Wiederholung nach einer Stunde ist als „Härtetest“ für die 400 Meter Hürden optimal.

 

So kommt Bundestrainer Volker Beck seit mehr als 20 Jahren mit dem DLV-Bundeskader über 400 Meter Hürden zum Pliezhäuser Läufermeeting.

 

Harte Konkurrenz aus dem Nachbarland

Lokalmatadorin Jackie Baumann (LAV Stadtwerke Tübingen, Deutsche Meisterin 2015 und 2016), die sich 2016 ihren Traum von einer Olympiateilnahme erfüllt hat, möchte bei der WM erneut die deutschen Farben vertreten. Ihre aktuelle persönliche Bestzeit über 400 Meter Hürden steht bei 56,19 Sekunden.

 

Ihr härteste Konkurrentin Joanna Linkiewics aus Polen wird ihr aber den Sieg nicht ohne ein heißes Duell überlassen. Sie gewann bei den Europameisterschaften 2016 Silber über 400 Meter Hürden (Bestzeit: 55,25 Sek.).

 

Die schnellste Bestzeit über 400 Meter Hürden kann die Schweizerin Lea Sprunger vorweisen. Sie machte dieses Jahr schon bei den Halleneuropameisterschaften mit Rang fünf international auf sich aufmerksam.

 

Ebenfalls mit dabei: die besten deutschen Hürdenläufer

Bei den Männern sind mit Georg Fleischhauer (LG Eintracht Frankfurt) und Felix Franz (LG Neckar-Enz) die besten deutschen Hürdenläufer am Start. Letzterer wurde 2014 Fünfter der Europameisterschaften in Zürich. Georg Fleischhauer belegte in der Saison 2015 Platz zwei der Team-Europameisterschaften und wurde Deutscher Vizemeister. Für Beide ist 2017 die WM das klar erklärte Saisonziel.

 

Es wird also schnell und spannend im Schönbuchstadion – denn so gut waren die 300 Meter Hürden seit Jahren nicht mehr besetzt. Und wer in Pliezhausen schnell läuft und sich gegen die Konkurrenz bestehen kann, darf auch international auf Erfolge hoffen – das beweisen die Erfahrungen der vergangenen Jahre.


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