04/27/12

Traditionelle Standortbestimmung: Volker Becks „Junge Wilde“ starten über die Hürden

Da geht's nach London: Bundestrainer Volker Beck gibt Silvio Schirrmeister im Schönbuchstadion Pliezhausen die Richtung vor. (Foto: Werner Dreher)

(frka/kön) Pflichttermin Pliezhausen: Kaderlehrgang der 400 Meter Hürden Läufer. Seit fast zwei Jahrzehnten nutzt Bundestrainer Volker Beck das Internationale Läufermeeting als erste Standortbestimmung der Saison. Der Langhürden-Kader garantiert Jahr für Jahr gute Zeiten der deutschen Topathleten.

 

Stichwort Volker Beck: In Pliezhausen ist der Olympiasieger über 400 Meter Hürden von Moskau 1980 bei den Leichtathleten bekannt und beliebt.

 

Der „Formtest“ beim 22. Internationalen Läufermeeting ist hart: Zwei Mal 300 Meter Hürden mit einer Stunde Pause. Lange und anstrengende drei Tage warten auf die Kaderathleten.

 

Indes: Die Saison 2012 ist sehr kurz geplant. Bereits am 16. und 17. Juni fällt bei den Deutschen Meisterschaften die Entscheidung, welche drei Männer und Frauen für die Europameisterschaften in Helsinki und die Olympischen Spiele in London nominiert werden. Damit kommt dem Pliezhäuser Meeting nach dem Höhentrainingslager in Südafrika eine entscheidende Rolle zu.

 

Der Hürdenlauf befindet sich in den letzten Jahren im Aufwärtstrend. Viele junge Athleten zeigen eine gute Entwicklung: Fabienne Kohlmann wird 2012 wieder versuchen, an ihren Erfolg als U20-Europameisterin 2007 anzuknüpfen. 2011 wurde Christiane Klopsch Deutsche Meisterin über 400 Meter Hürden und vertrat die deutschen Farben als Sechste bei der U23-EM in Ostrava erfolgreich.

 

Internationale Erfahrungen in der Staffel

Bei den Männern treffen mit Georg Fleischhauer, David Gollnow und Silvio Schirrmeister die derzeit besten drei Athleten aufeinander. Alle haben über die Hürdenstrecke und in der 4x400-Meter-Staffel in den vergangenen beiden Jahren internationale Erfahrungen bei den Europameisterschaften, der WM in Daegu und der Hallen-EM gesammelt.

 

Der 22-jährige Georg Fleischhauer zeigte 2011 eine starke Entwicklung und stürmte ins Halbfinale über 400 Meter Hürden bei der WM in Daegu. Seine Bestzeit: 48,79 Sekunden. Den Deutschen Meistertitel gewann 2011 David Gollnow, dessen Statistik als Bestleistung 49,56 Sekunden aufweist. Weitere Kandidaten für internationale Einsätze auf der „langen“ Hürdenstrecke sind Silvio Schirrmeister, der mit 49,86 Sekunden ebenso Nominierungschancen hat wie der Berliner Varg Königsmark, der die Stadionrunde mit den acht Hürden 2011 in 49,70 Sekunden zurücklegte.