05/03/15

"WM-Quali ist nicht so leicht planbar"

Timo Benitz. Foto: Werner Dreher

PLIEZHAUSEN (kön) Doppelter Meetingrekord. Es war das Rennen des Meetings 2014: die 1000 Meter. Zweieinhalb ganz schnelle Stadionrunden. Und am Ende setzte sich Timo Benitz (LG farbtex Nordschwarzwald) gegen Topfavorit Homiyu Tesfaye durch. 2:16,90 Minuten. Damit verbesserte er den Schönbuchstadionrekord um mehr als zwei Sekunden. Exklusiv gibt's hier Auszüge aus seinem Interview mit David Köndgen. Das ganze Gespräch lesen Sie dann im Meeting-Programmheft.

 

Es war ein fabelhafter Lauf, bei dem du eigentlich gar nicht zu den Favoriten gezählt hast. Wie klar sind deine Erinnerungen noch an das „Rennen des Jahres“ von Pliezhausen 2014?

Ehrlich gesagt kann ich mich nur noch an die Zeit danach erinnern. Im Ziel, als ich gemerkt habe: Ich bin gerade eine 2:16 gelaufen. Das war unglaublich.

 

Welche Rolle hat dieser Saisonauftakt für den weiteren Verlauf des Wettkampfjahres 2014 gespielt?

Es blieb das gute Gefühl, die Form passt überdurchschnittlich. Das hat mir eine innere Ruhe gegeben, auf dem richtigen Weg zu sein.

 

Nach der Europameisterschaft in Zürich bist du ja auch umgezogen. Wie läuft es in Berlin und wie gut hast du dich dort schon eingelebt?

Berlin gefällt mir richtig gut. Ich bin dort an der Technischen Universität. Carsten Schlangen hatte mir gesagt, dass dort alles unproblematisch abläuft. Dadurch kann ich mich nun voll auf den Sport konzentrieren. Dazu kommt natürlich, dass es eine komplett neue Stadt für mich ist. Das gibt dem ganzen nochmals den besonderen Reiz.

 

Wie lauten deine Ziele für die bevorstehende Saison?

Das Ziel muss sein, die Quali für die WM in Peking zu laufen. Ob ich das schaffe, weiß ich noch nicht genau. Für die Norm brauche ich das perfekte Rennen, das ist nicht so leicht planbar.

 

Zahlen, Daten, Fakten:

Timo Benitz (23) aus Engen (Landkreis Konstanz), Deutscher Meister 2014, Siebter EM 2014, Sieger Team-EM 2014 (über 800 Meter). Nach seinem Dualen Studium der Raumfahrttechnik in München und bei Airbus zog es ihn im vergangenen Jahr nach Berlin. Dort studiert an der TU Wirtschaftsingenieurwesen. Zum Wintersemester will er wieder zu Luft- und Raumfahrt wechseln.

Bestleistungen:

800-Meter: 1:46,24 Minuten

1000-Meter: 2:16,90 Minuten

1500-Meter: 3:34,94 Minuten

Verein: LG farbtex Nordschwarzwald

Heimtrainer: Jörg Müller.