05/04/16

Gesa Felicitas Krause: "In Rio will ich in Höchstform sein"

Gesa Felicita Krause läuft 2015 im Alleingang zum Meetingrekord und schnappt sich auch den inoffiziellen Deutschen Rekord. Foto: wdr

PLIEZHAUSEN (kön) Rekordlauf in Pliezhausen, erste Deutsche WM-Medaille in einer Laufdisziplin seit 2001, Leichtathletin des Jahres: Eine Bilderbuchsaison liegt hinter ihr. Ihr Name: Gesa Felicitas Krause, 23 Jahre, LG Eintracht Frankfurt. Dieses Jahr wird sie in Pliezhausen fehlen. Ihre volle Konzentration gilt dem Saisonhöhepunkt in Brasilien. Aber nächstes Jahr will sie unbedingt wieder im Schönbuchstadion laufen. Im Gespräch mit David Köndgen blickt sie auf die bevorstehende Olympiasaison voraus und verrät, wie der WM-Triumph ihr Leben verändert hat.

 

Was fällt Ihnen zum Stichwort 'Rio' als Erstes ein?

Gesa Felicitas Krause: Eine sehr aufregende Stadt, mit viel Flair und eine Bevölkerung, die viel Lebensfreude ausstrahlt. Und ganz klar mein Ziel für den Sommer: die Olympischen Spiele.

 

Im vergangenen Jahr haben Sie in Pliezhausen für den Höhepunkt des Meetings gesorgt. Eines der besten Rennen in der langen Geschichte der 'krummen Strecken'. Was verbinden Sie mit Pliezhausen?

GFK: Ich war schon oft in Pliezhausen am Start. Und so 'klein' der Ort auch sein mag, es ist eines der stimmungsvollsten Läufermeetings in Deutschland.

 

Der sensationelle Gewinn der Bronzemedaille bei der Weltmeisterschaft in Peking war der Höhepunkt Ihrer bisherigen Karriere, was hat dieser bei Ihnen ausgelöst?

GFK: Im Grunde bin ich immer noch ich, aber durch den Gewinn einer Medaille rückt man mehr in den Fokus der Öffentlichkeit und die Erwartungen sind größer geworden. Die Karten werden allerdings jede Saison neu gemischt, sodass ich weiterhin fleißig trainiere und versuche mich zu verbessern. Da kann mir keiner helfen, da zählen allein Wille und Fleiß.

 

Neben den Olympischen Spielen steht dieses Jahr ja auch noch die Europameisterschaft in Amsterdam an, mit welchen Zielen reisen Sie nach Holland und Brasilien?

GFK: Die EM in Amsterdam ist quasi die Zwischenstation nach Rio. Doch zuallererst muss ich mich für beide Events qualifizieren und bei den Deutschen Meisterschaften gut verkaufen. Ich will dort natürlich meinen Titel verteidigen und bei der EM um Gold kämpfen. Da der Fokus aber auf Olympia liegt, werde ich bei der EM sicher noch nicht in Höchstform sein. Ich musste mich diesbezüglich entscheiden und mein Ziel ist es, in Rio in Höchstform zu sein.