Wieder da: Olympia-Achte Krause startet endlich wieder in Pliezhausen
PLIEZHAUSEN (kön/frka) Fünf Jahre ist es her, dass Gesa Felicitas Krause das letzte Mal im Schönbuchstadion gelaufen ist. Nun ist sie zurück. Und zwar über ihre Paradestrecke, die Hindernisse. Die 22-Jährige Hindernis U23-Europameisterin (Tampere (Finnland) 2013) reist mit einer Bestzeit von 6:22,45 Minuten über die „krumme Hindernisstrecke“ an. Gelänge der Athletin der LG Eintracht Frankfurt eine solche Zeit auch in Pliezhausen, würde sie direkt in die Läufermeeting-Top 6 laufen, auf Rang drei. Den Meetingrekord hält Antje Möldner-Schmidt mit 6:15,90 Minuten.
Gesa Felicitas Krause ist Rekordhalterin über 1500 Meter Hindernis der weiblichen B-Jugend: 4:57,93 Minuten (17. Mai 2009). Auf den Tag genau sechs Jahre später könnte sie in eine zweite Bestenliste laufen. Denn in einem gut besetzten Hindernisrennen trifft die Olympia-Achte über 3000 Meter Hindernis (9:23,52 Minuten) von London 2012 auf starke Konkurrenz und der Schützling von Trainer Wolfgang Heinig möchte auf dem Weg zur WM nach Peking ein schnelles Testrennen laufen.
Debüt und Neuorientierung: Anett Horna startet über die Hindernisse
Ein nicht nur im Schönbuchstadion bekanntes Gesicht ist dieses Jahr auf einer „neuen“ Distanz im Einsatz: Anett Horna (LC Rehlingen), bekannt als nationale Topathletin auf den 1500 Metern, ist in den Läufermeeting-Top 6 über 1000 Meter mit 2:39,80 Minuten (gelaufen 2012) auf Platz drei zu finden. Schnell war sie auf der Mittelstrecke, aber nun sucht die 28-Jährige eine neue Herausforderung: Sie steigt um auf die 3000 Meter Hindernis. Dazu zog sie Anfang des Jahres von Erfurt nach Leipzig und hat in Melanie Schulz eine neue Trainerin gefunden. Das erste Mal wird sie die Hindernisse in Pliezhausen überqueren. Sie hofft, auf den 3000 Metern Hindernis noch einmal international erfolgreich zu sein. Vielleicht bildet der Wettkampf in Pliezhausen der gelungene Auftakt dazu.
Nachwuchshoffnung dominiert 3000-Meter-Rennen
Mit viel Elan und noch viel Potential nach oben: Über 3000 Meter startet mit Isabell Teegen (SC Rönnau) ein junges Nachwuchstalent: 2014 war sie Deutsche Juniorenmeisterin über 5000 Meter, vor wenigen Wochen gewann sie die Silbermedaille bei den Deutschen Meisterschaften über 10 000 Meter in der Frauenklasse. Ihren ersten Einsatz im Nationaltrikot hatte die Norddeutsche vergangenes Jahr bei der Ekiden-Staffel (Marathon als Teamlauf) im fernen Japan – heuer will sie bei den U23-Europameisterschaften im estnischen Tallinn die deutschen Farben über 5000 Meter vertreten.
Bei den Männern ist mit dem Niederländer Roy Hoornweg ein Läufer mit einer Bestzeit von unter acht Minuten gemeldet - um ihn zu schlagen muss man schnelle Beine haben.