DM-NEWS: Deutsche Langstreckenmeisterschaften
PLIEZHAUSEN (herr) Deutschlands Spitzenleichtathleten fiebern dieses Jahr alle auf das wichtigste sportliche Großereignis in Deutschland hin, die Europameisterschaften der Leichtathletik in Berlin vom 7. bis 12. August. Deutschlands Langstreckenläufer schauen daher mit großen Erwartungen auf die Deutschen Langstreckenmeisterschaften, die dieses Jahr zum ersten Mal vom Leichtathletik-Verein LV Pliezhausen ausgerichtet werden und daher unter dem Motto „von Pliezhausen nach Berlin“ stehen.
"Eine Sportart fürs Leben"
Der nur 250 Mitglieder zählende lokale Leichtathletik-Verein verknüpft mit dieser Aufgabe „Auszeichnung und Herausforderung“ zugleich, wie es Vereinsvorsitzender Ulrich Schneider ausdrückt. Als Ausrichter des „Internationalen Läufermeetings der Krummen Strecken“ im Schönbuchstadion ist man seit Jahrzehnten weit über die Region hinaus als verlässlicher und sehr gut organisierter Veranstalter von Leichtathletik-Veranstaltungen der Spitzenklasse bekannt. Der LV Pliezhausen sei daher genau der richtige Partner, in Zeiten der medialen Dauerpräsenz des Fußballs, für die Leichtathletik, eine „Sportart fürs Leben“, zu werben, betonte der Präsident des Deutschen Leichtathletik-Verbands (DLV), Jürgen Kessing.
Und schließlich könne der Verein auf eine sportaffine Gemeinde zählen, die die Pliezhäuser Leichtathletik in der Vergangenheit bisher immer tatkräftig unterstützt habe, bringt es Pliezhausens Bürgermeister Christof Dold auf den Punkt.
So werden am 12. Mai die Rennen über 10.000 Meter bei den Frauen wie den Männern darauf ausgerichtet sein, die Qualifikationsnormen (32:55 Minuten bei Frauen, 28:55 Minuten bei den Männern) für Berlin zu knacken. In Absprache mit dem DLV versucht der sportliche Direktor der Veranstaltung Thomas Jeggle alles, starke Felder in Pliezhausen an den Start zu bringen. „Wir wollen für die Athleten, die hier um die EM Norm kämpfen, top sportliche Rahmenbedingungen liefern. Das war und ist auch schon seit 28 Jahren Läufermeeting der Krummen Strecken immer unser Anspruch gewesen“, sagt er.
Alina Reh: „Es tut weh, in Pliezhausen nicht dabei zu sein!“
Ihn und den gesamten ausrichtenden Verein LV Pliezhausen schmerzt es daher sehr, dass die überragende deutsche Läuferin des vergangenen Jahres, Alina Reh (SSV Ulm 1846), aufgrund eines Ermüdungsbruchs in der Wade ihre Teilnahme bei den Meisterschaften zurückziehen musste. „Ich war in einer so guten Form wie noch nie“, sagt die U23-Europameisterin im Cross und Deutsche Hallenmeisterin 2017. Und fügt hinzu: „Es tut ziemlich weh, in Pliezhausen nicht dabei zu sein! Ich bin bereit Risiken einzugehen und werde alles dafür tun, im August in Berlin an der Startlinie zu stehen“.